Bienenwanderung nach München

Sechs bayerische Imker siedeln ihre Bienen um - vom Land in die Stadt. Denn sie wollen ihre Tiere vor Genmais schützen, der jetzt anfängt zu blühen. Sie folgen damit dem Urteil einer Richterin: Genmais wird nicht verboten, Imker können umziehen.

>Sechs Imker haben ihre Bienenvölker in die bayerische Hauptstadt verlegt. Sie protestieren damit gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais im bayerischen Landkreis Donau-Ries.

Dabei geht es den Imkern vor allem um ein grundsätzliches Problem: Wenn ihre Bienen Pollen von dem Genmais sammeln und diese beim Schleudern in den Honig geraten, darf der Honig nicht verkauft werden. Denn der gentechnisch veränderte Mais der Firma Monsanto MON 810 ist zwar als Futter-, nicht aber als Lebensmittel zugelassen.

Aus diesem Dilemma heraus klagte einer der Imker gegen den Anbau von MON 810. Doch das Verwaltungsgericht Augsburg entschied im Mai, dass nicht der Anbau untersagt werden müsse, sondern sich der Imker samt seiner Völker einen anderen Ort suchen solle. "Deshalb bin ich sehr froh, dass der Münchner Imkerverein uns Asyl gibt", sagt Imker Karl Heinz Bablok.

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